BILDERGALERIE ] New York Special - Der 11. September 2001 ]

New York City -

Eine amerikanische(?) 

Stadt

Freiheitsstatue


Folgen Sie uns auf eine Reise durch die Zeit -
von den Anfängen bis zu der Stadt, die wie keine
andere das "Gesicht" Amerikas geprägt hat!


New York - wer kennt sie nicht, die Stadt, die niemals schläft, den Big Apple! Die Stadt der Superlative - Wolkenkratzer, Einwohnerzahl, Verkehr, Fläche etc. - alles ist größer, höher, weiter, lauter als im übrigen Amerika. Oder scheint es zumindest zu sein.

New York ist eine Stadt der Gegensätze:
Glanz und Glamour, Reichtum, elegante Geschäfte, verzierte Häuser, Wolkenkratzer aus Glas und Beton - Armut, Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Armenviertel und Ruinenlandschaften - Dies sind die beiden Seiten ein und derselben Medaille: NEW YORK CITY!

Doch wer denkt bei seinem Besuch schon daran, dass New York nicht immer diese gigantische Stadt war? Dass hier nicht immer Glanz, Glamour und Reichtum regiert haben? Oder dass New York nicht immer New York hieß?
Gehen wir also mal zurück in die Vergangenheit, in eine Zeit, als New York noch keine Stadt war.

Wie ist New York eigentlich entstanden? Schauen wir uns die Geschichte dieser gigantischen Stadt doch einmal genauer an:


INHALTSVERZEICHNIS

 
Vorgeschichte
Kolonisationszeit
    Holländische Kolonisation
    Englische Kolonisation

New York im Unabhängigkeitskampf
(American Revolution)

New York im 18. und 19. Jahrhundert

New York als Metropole
    New York nach 1930
    New York in Jüngster Zeit

Verrazzano Narrows Bridge

 

Vorgeschichte

Die ersten Bewohner New Yorks bzw. der Region, in der die heutige Stadt New York liegt, waren - wie könnte es auch anders sein - Indianer, und zwar Algonquin-Indianer. Mehrere Hundert Familien oder Stammesgruppen von ihnen lebten entlang der amerikanischen Ostküste zwischen North Carolina und Canada.
In der Region des heutigen New Yorks lebten 18 Stammesgruppen. Die bekannteste Gruppe, die Canarsees, von denen der heutige Stadtteil Canarsie (Jamaica Bay, Brooklyn) seinen Namen hat, siedelte im Bereich der heutigen Gowanus Bay, Sheepshead Bay, den Flatlands und natürlich Canarsie.
Sie lebten in Langhäusern aus Rinde und bauten Weizen, Mais und Bohnen an. Einige der heutigen Straßen in Brooklyn - so die Flatbush Avenue und der Kings Highway - folgen in ihrem Verlauf den alten Indianerpfaden, die die einzelnen Dörfer miteinander verbanden.

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Kolonisationszeit

Im Jahre 1524 segelte der in französischen Diensten stehende italienische Seefahrer Giovanni da Verrazzano - nach dem die Verrazzano-Narrows-Bridge zwischen Brooklyn und Staten Island benannt ist - als erster Europäer durch die Meerenge zwischen Brooklyn und Staten Island (Narrows) in die heutige New Yorker Lower Bay.
1609 erreichte der Engländer Henry Hudson, der im Auftrag der Holländischen Ostindien-Kompanie nach einem Seeweg durch Nordamerika nach Asien suchte, New York. Er erforschte u.a. den nach ihm benannten Hudson-River.


Holländische Kolonisation

Henry Hudson In der Folgezeit trieben die Europäer einen regen Handel mit den Indianern. Beeindruckt vom Reichtum der Insel Manhattan und dem Umstand, dass die Insel Manhattan einen ganzjährig eisfreien Hafen bot, sandten die Holländer weitere Expeditionen nach Amerika.

1624 gründeten die Holländer im heutigen New York die erste dauerhafte europäische Siedlung: eine Niederlassung der Holländischen Ostindien-Kompanie.
Die meisten Holländer siedelten jedoch im oberen Hudson-Tal in der Nähe von Albany, der heutigen Hauptstadt des US-Bundesstaates New York.
Eine kleine Gruppe Neu-Amsterdam protestantischer Belgier, die vor der religiösen Verfolgung in ihrem Heimatland geflohen waren, siedelten sich auf Governors Island im New Yorker Hafen an. 1625 siedelt die kleine Gemeinde über an die Südspitze Manhattans.
1626 erwarb der holländische Gouverneur Peter Minuit die Insel Manhattan von den Indianern für Waren im Wert von 60 Gulden (ca. 24 $).
Neu-Amsterdam, wie die Siedlung fortan genannt wurde, unterlag nun der Verwaltung der Holländischen Westindien-Kompanie. Als erfolgreicher Handelsplatz zog Neu-Amsterdam Siedler und Händler aus aller Welt an - Deutsche, Schweizer, Franzosen, Engländer, Portugiesen etc. - und Neu-Amsterdam wurde rasch zu einem "kosmopolitischen" Zentrum.

Peter Stuyvesant 1647 wurde Peter Stuyvesant Gouverneur. Er fasste die Verwaltung der Westindien-Kompanie und die Verwaltung der gesamten Kolonie Neu-Holland in einer Hand zusammen. 1653 wurde unter dem Druck der Bürger eine kommunale Verwaltung eingerichtet. Trotzdem regierte Stuyvesant weiterhin mit straffer Hand und ernannte auch weiter alle wichtigen Regierungsbeamten selbst.
Während seiner Herrschaft erfuhr Neu-Amsterdam viele Verbesserungen: gepflasterter Straßen, es wurden Feuerwehr und Polizei eingeführt sowie das erste Krankenhaus eröffnet. Weiterhin wurde das Stadtzentrum mit einem Schutzwall umgeben, die dem Verlauf der heutigen Wall Street entspricht, und neue Siedler ließen sich in den umliegenden Gebieten nieder, die schließlich Teil von New York City wurden.


Englische Kolonisation

Im Jahr 1664 schwappte der Konflikt zwischen Briten und Holländern auch auf die Kolonien in Amerika über. Neu-Amsterdam wird befestigt, doch die Bürger - der harten Herrschaft Stuyvesants überdrüssig - kapitulierten, bevor es zu einem drohenden Kampf zwischen den im Hafen liegenden englischen Kriegsschiffen und den Holländern kam. In der Folge wurde Neu-Amsterdam zu Ehren des Duke of York, eines Bruders des englischen Königs Karl II., in New York umbenannt, wie auch die englische Kolonie New York genannt wurde.

Handel und Wirtschaft bildeten die Basis des Wohlstandes von New York. New York kontrollierte weitgehend den Handel entlang der gesamten Ostküste, Schiffe fuhren in die Karibik zu den Westindischen Inseln und bis nach Europa. In der Mitte der 18. Jahrhunderts herrschte ein intensiver Handelsverkehr zwischen New York und seinen Nachbarkolonien New Jersey und Connecticut. Während des Konfliktes zwischen England und Frankreich gegen Ende des 17. Jahrhunderts erhielt die Wirtschaft in New York City einen großen Auftrieb. Die britische Regierung vergab Prämien für das Versenken feindlicher Schiffe, außerdem trieben einige Kaufleute trotz einschränkender Maßnahmen seitens des Mutterlandeseinen profitablen - und illegalen - Handel mit nicht-britischen Kolonien in Amerika.

In der Stadtverwaltung nahmen hauptsächlich die Kaufleute eine dominierende Rolle ein. Die vom Gouver
neur ernannten Bürgermeister waren daher fast ausschließlich wohlhabende Kaufleute, die auch in der Regel die meisten Sitze im gewählten Stadtparlament innehatten.

Während der Kolonialzeit gelang es den Bürgern außerhalb des traditionellen Machtzirkels mehrmals entscheidenden Einfluss auf die Stadtregierung zu nehmen. So nutzte 1689 der deutschstämmige New Yorker Kaufmann Jacob Leisler die Wirren der vom englischen König James II. verursachten Revolution, um die Macht in der Provinzverwaltung an sich zu reißen. Die neue Verwaltung setzte die freie Wahl des Bürgermeisters durch und Peter Delanoy wurde New Yorks erster freigewählter Bürgermeister.
1691 holten sich die Briten jedoch die Macht zurück. Leisler und sein Stellvertreter wurden hingerichtet.

Anlässlich der Kommunalwahl von 1734 übernahmen Stadträte der "bürgerlichen Partei" die Kontrolle. Der neue Stadtrat sympathisierte den Verleger John Peter Zenger. Dieser wurde 1735 von dem Vorwurf, den königlichen Gouverneur im New York Weekly Journal verleumdet zu haben, freigesprochen, was einen großen Durchbruch für die Pressefreiheit in den Kolonien bedeutete.

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New York im Unabhängigkeitskampf
(American Revolution)

Um 1765 wurde der Widerstand gegen die britische Regierung immer lauter. Dem French and Indian War (Franzosen-und-Indianer-Krieg; 1754-1763) folgte eine wirtschaftliche Krise. Gleichzeitig entschied das britische Parlament, die Kontrolle über die Wirtschaft in den Kolonien zu erhöhen. Eine Vielzahl neuer Steuern und Abgaben schürten den Widerstand der New Yorker, vor allem den der Kaufleute, deren Einkünfte dadurch erheblich beschnitten wurden. Genau wie überall in der Kolonie bildete sich auch in New York City eine geheime Widerstandsgruppe, die Sons of Liberty ("Söhne der Freiheit"). In der New Yorker City Hall trafen sich die Delegierten aus neun Kolonien, um gegen die britische Politik zu protestieren (Stamp Act Congress).

George Washington Die Vertreter des Widerstand behielten die Oberhand und im Juni 1775 brach der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg (American Revolution; 1775-1783) aus. Nachdem die Kolonisten die Briten aus Boston (Massachusetts) vertrieben hatten, verlegte General George Washington sein Hauptquartier nach New York City, um von dort aus den Widerstand zu organisieren. Hier fanden die Schlachten von Long Island und in den Harlem Heights nahe der heutigen Columbia Universität statt.
Nachdem die Briten Fort Tryon im nördlichen Manhattan erobert und General Washington nach New Jersey vertrieben hatten, geriet New York wieder völlig unter britische Herrschaft. In den Jahren danach wurde New York durch zwei Großfeuer zu großen Teilen zerstört.

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New York im 18. und 19. Jahrhundert

Von 1785 bis 1790 war New York die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika, seit 1797 auch die Hauptstadt des Staates New York. Hier fand im Jahre 1789 der erste Kongress der USA statt, und im gleichen Jahr wurde auf den Stufen der Federal Hall George Washington zum ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt.

Anfangs zählte New York keinesfalls zu den größten Städten. So hatte zwischen 1630 und 1750 Boston und 1810 Philadelphia mehr Einwohner als New York. Nach dem Unabhängigkeitskrieg überflügelte New York jedoch sehr schnell die anderen Städte in Größe und wirtschaftlicher Bedeutung und seit 1789 beherrschte New York den gesamten Küstenhandel. 1830 übertraf New York in der Größe sogar Mexico City als größte Stadt Amerikas!New York 1799
Dieses ungeheure Wachstum hatte mehrere Gründe: die offene Art der New Yorker, die noch aus der Zeit der holländischen Kolonisation herrührt; wenig ausgeprägtes Klassenbewusstsein und Mut zum Risiko. Einen weiteren Aufschwung erlebte die Stadt nach dem Krieg von 1812 zwischen Großbritannien und den USA. Des Weiteren profitierte New York von der äußerst
günstigen Lage des Hafens zwischen den am dichtesten besiedelten Regionen Neuenglands und der Chesapeake Bay und besaß mit dem Hudson River einen ausgezeichneten Binnenwasserweg nach Norden. Nach 1825 verband der Erie-Kanal den Hudson River mit den Großen Seen und eröffnete so dem Handel die Märkte des mittleren Westens und machte New York zu einem führenden Handelszentrum.

Diese positiven Eigenschaften New Yorks blieben natürlich auch der übrigen Welt nicht verborgen und zu Beginn des 19. Jahrhundert war New York der führende Einwandererhafen der USA. Die Einwanderungswelle zwischen 1840 und 1850 war so stark, dass im Jahre 1860 durchschnittlich jeder zweite Einwohner der Stadt im Ausland geboren war. Die am stärksten vertretene Volksgruppe waren die Iren, gefolgt von den Deutschen.
Die Freiheitsstatue Symbol der Freiheit ist seit dem späten 19. Jahrhundert die Freiheitsstatue, ein Geschenk Frankreichs an die USA.
In der Folgezeit stellten diese Immigranten einen nicht zu unterschätzenden Machtfaktor dar. So unterstützten sie die Bildung einer politischen Organisation (Tammany Society), die sich um die politischen Bedürfnisse der Einwanderer und Armen bemühte: Gewährung von Bürgerrechten, Arbeitsplätze, Versorgung der Neuankömmlinge und Armen.
Nach Vorwürfen der Bestechung und des Betrugs sowie
der Aufdeckung der Veruntreuung öffentlicher Gelder unter der Führung von "Boss" William M. Tweed, wurde der Einfluss von Tammany jedoch nur kurzfristig zurückgedrängt. In den 80er Jahren gewann Tammany ihren Einfluss zurück und behielt ihn, bis im frühen 20. Jahrhundert die Reformkandidaten der Republikaner die Kontrolle über die Stadt erlangten.

1860 lebten in New York City und dem angrenzenden Brooklyn 1 Mio. Menschen. New York war damit die Stadt mit der höchsten Einwohnerzahl. Es war das wirtschaftliche Zentrum Amerikas, stand an erster Stelle in der industriellen Produktion, war das Bankenzentrum der USA und Großhandelszentrum. Im Gegensatz zu anderen wirtschaftlichen Zentren wie London, Paris, Berlin, Tokyo, Wien und anderen Weltstädten mit ähnlichem Wachstum, war New York nicht die Hauptstadt einer Nation, einer Region oder eines einzelnen Staates.
Über drei Jahrhunderte hinweg gründete sich das Wachstum und der Wohlstand New Yorks vor allem auf den Handel und die aufstrebenden Werften. Für mehr als hundert Jahre war der New Yorker Hafen der weltweit größte Außenhandelsplatz.

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New York als Metropole

Während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts veränderte New York mehrmals sein Aussehen aufgrund vieler Veränderungen im Technologiewesen und der Infrastruktur. Seit 1825 war Gaslicht möglich, Gaslicht am Broadway, 1881 elektrisches Licht gibt es seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts. Der Croton Aqueduct, fertig gestellt 1842, versorgte die Stadt mit dem besten und größten Wasserreservoir der Welt. 1883 wurde die Brooklyn Bridge, die Manhattan mit Brooklyn verbindet, fertig gestellt.

Das Personen-Transportwesen wurde verbessert durch die Einführung von Pferdebahnen um 1850, um 1870 kamen Hochbahnen, in den 90er Jahren kamen dann die Electric Trolleys (Straßenbahnen) und 1904 fuhr die erste Subway (U-Bahn).
Seit dem Bau der ersten modernen Apartmenthäuser um 1870 stieg der Bedarf an Wohnraum drastisch an. Dank neuer Konstruktionstechniken, mit deren Hilfe man schmalere und höhere Häuser bauen konnte, entstanden die ersten Hochhäuser. Der erste Wolkenkratzer wurde 1902 gebaut: Das Flatiron-Building Flatiron Building, 1902 mit 21 Stockwerken. Innerhalb weniger Jahrzehnte änderte sich das Gesicht der Stadt nachhaltig. Einen weiteren Beitrag dazu leistete die Entstehung vielfältiger kultureller Einrichtungen: Eröffnung des Central Parks 1859; Gründung des Metropolitan Museum of Art 1870 und der New York Public Library 1895. Rund 20 Theater boten Unterhaltung, und die Oper (seit 1825) erlebte einen Aufschwung nach Eröffnung der Academy of Music 1854 und dem Metropolitan Opera House 1883.

1898 wurden Queens, Brooklyn, Staten Island und die Bronx in die City von New York eingegliedert. 1900 betrug die Bevölkerung bereits 3,4 Mio. Einwohner.

Die Jahre der Konsolidierung der fünf Stadtteile zwischen 1898 und dem Ende des 2. Weltkriegs werden gern als die "Goldenen Jahre" New Yorks bezeichnet. In dieser Zeit gab es hier die höchste Konzentration von Architekten, Bankiers, Anwälten, Ingenieuren, Designer und Firmenbosse auf dem ganzen Kontinent.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Wall Street zu einer nationalen Institution. Reiche Unternehmer wie der Ölmulti John D. Rockefeller, der Stahlriese Andrew Carnegie oder der Einzelhändler F. W. Woolworth, verlegten ihre Büros nach New York City.
New York um 1930
Gleichzeitig stieg aber die Zahl der Armen immer weiter an, zwischen 1870 und 1920 erreichte sie geradezu beängstigende Ausmaße. Die durchschnittliche Mittelklasse-Familie lebte damals in den so genannten Brownstone-Häusern. Die Armen sowie die Einwanderer brachte man in kleinen Mietswohnungen mit einem Minimum an Komfort und sanitären Anlagen unter.

Aufgrund der Überfüllung der Innenstadt begann man in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts mit der Dezentralisierung. Bis 1920 zogen jährlich tausende von Familien in die Außenbezirke, was wiederum eine stetige Entwicklung des Personentransportwesens nach sich zog - weit mehr als in anderen Städten. Die Brooklyn Bridge reichte bald nicht mehr aus, um dem Verkehr Herr zu werden und es entstand 1936 die Triborough Bridge, die Manhattan, Queens und die Bronx miteinander verbindet. 1931 wurde die George Washington Bridge über den Hudson eröffnet - damals die größte Hängebrücke der Welt. 1964 ist es die Verrazzano Narrows Bridge zwischen Brooklyn und Staten Island. Die vielen Brücken sind ein besonderes Merkmal dieser Stadt, in der 4 von 5 Stadteile Inselstadtteile sind.

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New York nach 1930

Die Weltwirtschaftskrise (Great Depression) führte bei den Bürgermeisterwahlen von 1933 zum Sieg des Reformkandidaten Fiorello H. La Guardia (LaGuardia-Flughafen im Norden von Queens trägt seinen Namen). Das Ergebnis war eine Folge des Bekanntwerden von unsauberen Geschäftspraktiken seines Amtsvorgängers, James J. Walker. Damit war das Ende der Tammany besiegelt. Denn dank des Sozialprogramms des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt konnten endlich Arbeitsplätze geschaffen und finanzielle Unterstützung gewährt werden für diejenigen, die sich bisher vergeblich auf die Tammany verlassen hatten.

Bundesgelder erlaubten nun eine Verbesserung der kommunalen Leistungen und die Schaffung von mehr öffentlichen Einrichtungen wie neue Schulen, Parks und Kinderspielplätze. Die Müllbeseitigung wurde reformiert, Sozialwohnungen und neue Piers gebaut; die Sozialleistungen und das Gesundheitswesen wurde verbessert; neue Infrastruktur (Flughäfen, Brücken, Straßen, Autobahnen).
New York erhielt zwischen 1924 und 1968 Fördergelder in Höhe von insgesamt 27 Milliarden $ für diese Baumaßnahmen, u.a. wurden damit das Lincoln Center gebaut und zwei Weltausstellungen finanziert sowie rund 2 Mio. Bäume gepflanzt.

Der Zweite Weltkrieg brachte der Region erneut Wohlstand, da in New York und seiner unmittelbaren Nachbarschaft die Zentren der Kriegsproduktion (Kriegsschiffe, Munition, Jagdflugzeuge) beheimatet waren. Da der Krieg die meisten Finanzzentren zerstört hatte, wurde nun die Wall Street zum wichtigsten Finanzmarkt der Welt.

Seit 1945 erneuerte sich die Stadt praktisch selbst, wurde zum Symbol der Weltwirtschaft schlechthin und lockte erneut Hunderttausende Einwanderer, diesmal vorwiegend aus Lateinamerika, Russland und Asien, an.Lincoln Center
In den 50er und 60er Jahren erlebte New
York einen Bau-Boom, viele neue Wolkenkratzer prägten die Skyline (u.a. das Rockefeller Center und das Lincoln Center).

Unter der Führung von Bürgermeister John V. Lindsay überstand New York in den 60er Jahren mehrere Rassenunruhen. Er hatte große Erfolge bei der Förderung des sozialen Wohnungsbaus.

Ende 60er Jahre geriet New York in finanzielle Not. Viele Angehörige der Mittel-Schicht hatten ihren Wohnsitz außerhalb von New York genommen und ihre Steuergelder fehlten nun. In den 70ern stieg außerdem die Arbeitslosenzahl drastisch an, was wiederum die Ausgaben für Sozialleistungen erhöhte. Die Folge war eine enorme Verschuldung (3,3 Milliarden $ 1975). Um den Bankrott abzuwenden, erhielt New York Finanzhilfe durch die Bundesregierung. Eine neu gegründete Einrichtung soll zukünftig eine derartige Überschuldung verhindern.

In den folgenden Jahren stieg die Arbeitslosigkeit weiter an, die Hilfsleistungen der Stadt wurden drastisch gekürzt. Die Armen traf dies am härtesten, aber auch die übrige Bevölkerung bekam es zu spüren (Rückschritte im Bildungswesen, harte Durchsetzung der Gesetze etc.).
1981 endlich war der Haushalt wieder ausgeglichen, Ende 1990 war sogar ein Überschuss vorhanden.

Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der Vereinigten Staaten, nach der das bisherige Stadtregierungssystem aufgrund der ungleichen Verteilung der Bevölkerung auf die verschiedenen New Yorker Stadtteile (Staten Island besitzt nur einen Bruchteil der Einwohner Brooklyns), wurde das Regierungssystem 1990 angepasst.

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New York in Jüngster Zeit

1977 wurde Edward "Ed" Koch Bürgermeister. Sein Nachfolger David N. Dinkins wurde 1989 New Yorks erster farbiger Bürgermeister; abgelöst 1993 von Rudolph W. Giuliani, dem ersten Republikaner seit 1965. Giuliani wurde 1997 wieder gewählt, nachdem er sich hauptsächlich durch die Eindämmung der Kriminalität bei der Bevölkerung sehr beliebt gemacht hatte. Da eine dritte Amtsperiode nicht möglich ist, wurde 2001 Michael Bloomberg - wieder ein Republikaner - zum Bürgermeister gewählt.

Mit dem Bombenanschlag auf das World Trade Center 1993 rückt New York auch in dieser Hinsicht ins Interesse der Öffentlichkeit. Der TerrorisDie Twin Towers des World Trade Centers vor dem  Anschlagmus hat seinen traurigen Höhepunkt am 11. September 2001, als zwei entführte Jumbos ins World Trade Center rasen und  dieses vollständig zerstört wird, wobei mehr als 2.800 Menschen getötet werden. Zeitgleich rast ein weiteres entführtes Flugzeug ins Pentagon in Washington. (siehe Special "Der 11. September 2001").

Trotzdem ist New York wohl für viele Menschen die faszinierendste Metropole der Welt! Bis heute hat sie nichts von ihrem Symbolcharakter verloren. Sie ist noch immer das Finanzzentrum Amerikas und der ganzen Welt. Und mit der Freiheitsstatue ist sie noch immer das Tor zur Freiheit und Unabhängigkeit. In New York scheinen auch heute noch die Uhren anders zu gehen als in der übrigen Welt.
Seiner Toleranz gegenüber Einwanderern verdankt New York auch seine Nationalitätenvielfalt ("Schmelztiegel der Nationen"). Herausragend zu nennen ist hier vor allem Chinatown, die größte chinesische Stadt außerhalb Chinas! Aber auch Lateinamerikaner und vor allem Iren (v.a. bei der Polizei) sowie Deutsche, Russen, Araber und viele andere Nationen sind hier vertreten - auch und vor allem kulinarisch und kulturell!

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New York ist die internationalste und zugleich doch die amerikanischste aller amerikanischen Städte!

N E W
Y O R K
W E L C O M E S
Y O U !

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